Schmerzhafte Muskelzerrung

Zerrungen der Muskulatur zählen zu den häufigsten Verletzungen beim Sport. Besonders hoch ist das Risiko bei Sportarten, bei denen man häufig abbremst, plötzlich die Richtung wechselt und damit die Belastung für die Muskulatur abrupt ändert. Solche Bewegungsabläufe kommen beispielsweise beim Fußball, Basketball oder Tennis vor.
Es ist jedoch auch im Alltag schnell einmal passiert, dass man sich durch eine ungewohnte Belastung eine Muskelzerrung zugezogen hat. Wird ein Muskel auf unübliche Art oder auch nur zu stark belastet, vor allem, wenn er überdehnt wird, kommt es letzten Endes zur Zerrung der betroffenen Muskulatur. Das kann bei plötzlichen Bewegungen passieren, aber auch bei einer reinen Überlastung des Muskels, zum Beispiel durch zu langes Trainieren. War ein Muskel in der letzten Zeit erst verletzt oder überlastet, steigt das Risiko für Zerrungen dadurch an. Auftreten können solche Zerrungen grundsätzlich in jedem Muskel des Körpers. Besonders häufig betroffen sind aber die Muskeln in Rücken und Oberschenkeln. Auch Zerrungen in den Wadenmuskeln treten vergleichsweise häufig auf.

Anzeichen für eine Muskelzerrung sind ziehende Schmerzen, ähnlich der Schmerzen bei einem Muskelkrampf, die zunächst noch leicht sind, sich dann aber langsam steigern. Zieht man sich beim Sport eine Zerrung zu, muss man in aller Regel aussetzen. Bewegungen des betroffenen Muskels, wie Dehnen und Anspannen, verursachen Schmerzen, auch Druck auf den Muskel tut weh. Außerdem fühlt sich der Muskel ständig angespannt an, Versuche, ihn zu lockern, bringen keine Besserung.

Bei Muskelzerrungen spielen die ersten Minuten eine entscheidende Rolle. Um schnell eine Besserung zu erreichen, hält man sich am besten an die sogenannte PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern): Man legt eine Pause ein, kühlt die betroffene Stelle, legt nach Möglichkeit einen elastischen Druckverband an und legt den betroffenen Körperteil danach hoch.
Um die gezerrte Muskulatur zu kühlen, nimmt man einen Eisbeutel, Kühlakku oder etwas Vergleichbares. Das Eis wird in ein Tuch gewickelt, um nicht in direkten Kontakt mit der Haut zu kommen, und 20 Minuten an der betroffenen Stelle belassen. Nach dem Kühlen folgen der Druckverband und das Hochlagern.
Nach dieser ersten akuten Phase der Zerrung kann es helfen, den Muskel sehr vorsichtig sanft zu dehnen. Das kann dabei unterstützen, die Muskelfasern wieder zu entkrampfen. Kurze, plötzliche Bewegungen sollte man dabei jedoch vermeiden.

Auch wenn Muskelzerrungen schmerzhaft sind, haben sie den Vorteil, dass kein Gewebe verletzt wurde. Innerhalb von einigen Tagen ist eine solche Zerrung normalerweise wieder in Ordnung. In aller Regel sollte es weniger als eine Woche dauern, bis die Zerrung abgeheilt ist. Das gilt jedoch nur, wenn man sie wirklich auskuriert und den Muskel schont. Ein paar Tage sollten also für gezerrte Muskeln unbedingt drin sein, sonst drohen Verschlimmerungen: Ist der Muskel bereits gezerrt und man trainiert weiter, kann es zu Muskelfaserrissen oder sogar ganzen Muskelrissen kommen. In diesen Fällen reißt tatsächlich ein Teil des Muskelgewebes oder sogar der ganze Muskel. Hier sind dann eine Behandlung und eine längere Regenerationszeit notwendig. Solche Verletzungen sind außerdem sehr schmerzhaft. Bei einer Zerrung dem Muskel direkt ein paar Tage Zeit zur Erholung zu geben, ist hier also eindeutig die bessere Alternative. Im Idealfall schont man den Muskel auch über die erforderliche Mindestzeit hinaus. So schließt man die Möglichkeit aus, dass der bereits zu stark belastete Muskel, der noch ein paar Tage eine Schwachstelle des Körpers darstellt, gleich wieder verletzt wird.

Da Zerrungen durch ungewohnte Belastung entstehen, kann es schneller dazu kommen, wenn man nicht fit genug ist. Gerade wenn man längere Zeit beim Sport ausgesetzt hat, sollte man also nicht sofort übertreiben. Bei Ermüdungserscheinungen sollte man auf seinen Körper hören, damit es durch die Dauerbelastung nicht zu Zerrungen kommt. Ohne sich aufzuwärmen voll einzusteigen, kann Zerrungen ebenfalls begünstigen. Spätestens bei Schmerzen in einer Muskelgruppe sollte man sich unbedingt eine Auszeit gönnen
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